Verwüstungen
Kaffee intus.
So gestärkt kann ich mich auf die Strasse und Terrasse wagen um zu schauen, welche Verwüstungen die Besoffenen Mai-Tänzer angerichtet haben.
Die erste Verwüstung hab ich gerade selbst absolviert, denn die Teiglinge, die im Backofen zu lecker knusprigen Brötchen verwandelt werden sollten, sind um ein Haar zu Briketts mutiert.
Heute also Frühstück extra hart knusprig. *seufz*
Zurück zum Thema.
Guck i rum, guck i num: nix.
Alle waren brav. Kein Auto mit Klopapier eingewickelt, keine Sägespäne-Spur auf der Strasse, kein Maibäumle frisch gepflanzt.
Dabei fällt mir ein Mai-Streich ein, der die Kirche teuer zu stehen kam.
Ich war etwa 12 oder 14 und lebte in Schramberg.
Dort gibt es 3 Kirchen, 2 katholische und 1 evangelische.
Eine der katholischen Kirchen befindet sich neben der Grundschule.
Nun kamen also am 30.04. tief in der Nacht einige Buben auf die Idee, die Kirchenuhr an zu halten. Leider war mein Nachbar und Klassenkamerad beteiligt.
Sie schafften es also irgendwie, den Kirchturm zu erklimmen und stoppten die Uhr.
Schramberg war entsetzt!
Und die Uhr war kaputt.
Sie musste durch eine Neue ersetzt werden.
Leider ist mir nicht bekannt, welche Strafe die bösen Buben bekamen.
Aber sie muss wohl heftig gewesen sein, denn seither war Ruhe im Städtle.
Vielleicht weiss es Zusser noch?
Und die Moral von der Geschicht:
Eine Kirchturmuhr stoppe nicht! 

























