National-Stolz verboten?
Ich finde Neo-Nazis und Rechtsradikale sind psychisch krank.
Die Hetzaktionen oder ähnliche Vorfälle gegenüber irgendwelcher Menschen
(müssen ja nicht mal Ausländer sein…man kann beliebig Dicke, Behinderte, Hässliche, Kranke, etc einsetzen), gehören hart bestraft.
ABER: Warum dürfen wir Deutschen nicht stolz auf unsere Herkunft sein?
Warum wird das immer umgehend mit DAMALS gleichgesetzt, wenn wir Deutschen mal stolz auf unser Land oder uns sind?
In jedem anderen Land ist der Nationalstolz gewünscht und akzeptiert.
Nur in Deutschland nicht.
Das macht mich traurig.
Denn ich bin sehr gern Deutsche.
Und es kozzt mich an, immer noch für etwas büssen zu müssen, was schon 60 Jahre her ist und von dem ich, ausser in Büchern oder so, NICHTS mitbekommen hab und auch nichts dafür kann!
Büsse wer will.
Ich bin stolz, Deutsche zu sein. 
Und nun zerreisst mich.


























Am 31. August 2007 | 12:41 Uhr
Find ich korrekt. Wir haben zwar eine geschichtliche Verantwortung,aber man kann uns Deutschen nicht vorwerfen unsere Vergangenheit nicht gut aufgearbeitet zu haben (und es immernoch zu tun) im Gegensatz z.B. zu Japan. Also: holt raus die Flaggen
Am 31. August 2007 | 15:30 Uhr
Ich frag mich dabei immer, wie man auf etwas “stolz” sein kann, für das man gar nichts geleistet hat. Du kannst stolz darauf sein, so ein schickes Blog zu haben, oder stolz darauf sein, dass Du Dich traust, öffentlich Neonazis anzugreifen.
Eventuell kannst Du stolz darauf sein, was die Deutschen als Gemeinschaft geschafft haben, da fängt es für mich aber bereits an, fragwürdig zu werden, so lange man selbst zu dem Weiterkommen nichts beigetragen hat.
Aber stolz, ein Deutscher zu sein? Damit kann ich irgendwie immer noch nichts anfangen.
Ich persönlich bin natürlich froh ein Deutscher zu sein, ich bin froh das Glück gehabt zu haben, hier geboren zu sein. Ich finde es klasse, dass die Gesellschaft, zu der ich gehöre, einmal Goethe und Schiller hervorgebracht hat und nicht den Amis mit wehenden Fahnen in den Irak nachgezogen ist. Ich habe mit großer Freude zur WM die deutsche Fahne geschwenkt, das war aber für mich (und ich glaube für die meisten) kein Ausdruck von Nationalstolz sondern einfach für Fantum. Ich habe mit “unseren Jungs” mitgefiebert und die Fahne zu schwenken oder sich eine alberne schwarz-rot-gelbe Mütze aufzusetzen war einfach das passende Symbol dafür.
Und dass Du für etwas büßen musst, das vor Deiner Geburt passiert ist, verlangt ja auch keiner. Hör mal zu, was z.B. die deutschen Juden sagen. Die sagen überhaupt nichts davon, dass die Kinder “büßen” sollen. Das ist meiner Meinung nach schlicht Neonazi Propaganda mit der Absicht die Leute zu polarisieren bzw. aufzustacheln. Was uns Deutsche aber gut zu Gesicht steht ist, dass wir für diese Thematik einfach sensibilisiert sind. Einfach weil durch unsere Vorväter so eine RIESEN SCHEISSE verzapft wurde. Und nebenbei: Ich denke, die Leute, die einfach stolz darauf sind, Deutsche zu sein, sollten dann schon ein wenig das Gefühl haben, für etwas büßen zu müssen, denn für beides können sie nichts. Du konntest genauso wenig etwas für Goethe und Schiller wie Du etwas für Hitler konntest. Bitte bekomme das nicht in den falschen Hals, ich hoffe, Du verstehst diese Argumentation.
Öhm.. Der Kommentar war ja fast schon ein eigener Artikel zu dem Thema..
Am 31. August 2007 | 15:33 Uhr
Hmm. Da bin ich doch eher geteilter Meinung.
Ich persönlich bin froh darüber, Deutscher zu sein, allerdings nicht stolz darauf. Denn stolz auf etwas kann man IMO nur auf etwas sein, was man selbst geschafft, geschaffen oder geleistet hat. Und dafür, dass ich Deutscher bin, kann ich nun mal überhaupt nichts.
Ein engagierter Politiker, Friedensrechtler o.ä. kann aber durchaus stolz auf Deutschland sein, wenn er (sie) an den bestehenden Umständen aktiv mitgearbeitet hat.
Ach ja, wie ein unverkrampfter Umgang mit der eigenen, deutschen Nationalität aussehen kann, hat die letzte Fußball-WM ja eindrucksvoll bewiesen. Daher sehe ich das alles nicht so schwarz…
Am 31. August 2007 | 15:35 Uhr
Ach schau an, Uli. Zur selben Zeit die selben Gedanken wie ich zum Thema.
Am 31. August 2007 | 15:40 Uhr
jedem seine ansicht.
ich bin dennoch stolz darauf.
nicht weil ich etwas besonderes geleistet hab, sondern weil die deutschen einfach ein klasse volk sind und ich dazu gehören darf.
Am 31. August 2007 | 16:02 Uhr
@ Grischa
Habe ich mir nach dem Absenden auch gedacht.
@ Prinzzess
Eben. Genau darüber bin ich auch froh.
Am 1. September 2007 | 09:53 Uhr
Ich weiß nicht mehr, wer das mal gesagt hat, aber der Satz fasst die ganze Problematik mal eben kurz und knackig zusammen: “Deutschland, einstmals das Land der Dichter und Denker, danach das Land der Richter und Henker, ist heute nur noch das Land der Schlichter und Lenker”.
Diese Nazis sind stolz darauf, “Deutscher” zu sein. Ganz offensichtlich sind sie stolz darauf, Mitglieder des “Landes der Richter und Henker” zu sein. Darauf bin ich definitiv nicht stolz. Stattdessen bin ich stolz auf das Land der Dichter und Denker. Und das deswegen, weil ich zwar kein Dichter, aber immerhin Denker bin. Diese Traditionen und Tugenden versuche ich zu pflegen, und darauf bin ich tatsächlich stolz. Das hat weder Etwas mit den Nazis zu tun (für diese Art Deutschland schäme ich mich eher), und auch nicht damit, was unsere Vorfahren einst geleistet haben, sondern damit, was ich mir innerhalb dieser Traditionen selbst in vielen Jahren erarbeitet habe.
Am 2. September 2007 | 15:13 Uhr
ich bin stolz auf http://www.KanzlerSchroeder.de
Am 2. September 2007 | 16:00 Uhr
OH GOTT! Bei dem Hintergrund bekomme ich aber WIRKLICH stark tränende Augen..
Am 2. September 2007 | 16:12 Uhr
[...] hat offenbar etwas gebracht! Ich habe mein Gravatar Bildchen auf X-Rated gestellt, nun wird es in anderen Blogs dargestellt. Das ist ja schräg.. Verstehe also scheinbar einfach nicht, was das Rating bei Gravatar [...]
Am 3. September 2007 | 08:36 Uhr
Wobei “…sind psychisch Krank…” und “…gehören hart bestraft…” ein Widerspruch sind.
Ich würde es eher so beschreiben. Dumm geboren, nix dazu gelernt und davon die Hälfte vergessen!
Wenn ich mir die politische Lage anschaue bin ich weder stolz, noch froh ein Deutscher zu sein.
Am 3. September 2007 | 12:44 Uhr
Naja, froh kann man schon sein, dazu muss man nur mal ein wenig über den Tellerrand schauen, um zu bemerken, in welchem Schlaraffenland wir hier leben verglichen mit anderen Ländern…
Am 3. September 2007 | 13:22 Uhr
@Grischa
Die Zeiten sind ja nu lange vorbei. Denn von den Dritteweltländern mal abgesehen hben wir hier nicht mehr viel zu lachen! Dazu muss man nur die Augen aufhalten und sich auch mal innerhalb des Tellerrands umschauen. Ich sage da nur Kinderarmut, Hartz4, Überwachung. Nur mal als Beispiel…
Am 3. September 2007 | 13:38 Uhr
Nun ja.. Wie viele Länder fallen Dir wohl ein, wo all das von Dir genannte (unbestritten schlechte!) deutlich besser ist?
Ich reise z.B. gerne durch Südamerika. Ich würde das nicht unbedingt als 3. Welt Länder ansehen. Trotzdem bekommen die echt große Augen, wenn die mitbekommen, was hier alles Standard ist. Krankenkasse, überhaupt ein Sozialsystem usw. Wer dort keine Arbeit hat, muss sehen wo er bleibt, da gibt es dann nicht mal etwas annähernd vergleichbares zu Hartz IV usw. Klar ist Hartz IV viel zu gering, um in D eine echte Grundversorgung abzudecken, aber es ist eben mehr, als die meisten sonst wo bekommen, wenn sie durch die Maschen fallen. Ich bin auch dafür, dass das anders laufen muss bei uns. Ich interessiere mich gerade z.B. für das Thema Bürgergeld / Grundversorgung. Das ändert aber nichts daran, dass Menschen in VIELEN Ländern nicht einmal das haben.
Ähnliches kann man wohl auch zu den anderen üblen Sachen anführen, die Du für D aufgezählt hast. Bei uns ist EINIGES im Argen, aber verglichen mit SEHR VIELEN anderen Ländern leben wir dann eben doch im Schlaraffenland, glaube ich..
Und deshalb bin ich halt froh, das Glück zu haben, hier geboren zu sein und nicht dort.. War das verständlicher?
Am 3. September 2007 | 14:09 Uhr
das meinte ich.
man wird irgendwie immer falsch verstanden.
und das bloss wegen dem idioten mit dem komischen bart.
Am 3. September 2007 | 14:38 Uhr
Liegt dann evtl. auch an der Wortwahl: “stolz” vs. “froh”. Hatten wir ja schon.. :mrgreen:
Ich habe auch einen solchen, allerdings einen anderen, als der Herr, den Du wohl wirklich meintest.. 
P.S.: Ich dachte zuerst, Du meinst mich mit dem “idioten mit dem komischen bart”
Am 5. März 2008 | 18:12 Uhr
Grischa, mit deinem ersten Kommentar zu dem Beitrag sprichst du mir aus der Seele.
Genau das Selbe frage ich mich auch immer wieder.
Wie kann man auf etwas stolz sein, das man nicht gemacht hat?
Das verstehe ich bis heute nicht!
(Ich weiß, dass das Thema schon lange beendet ist, aber das musste ich los werden!)
Und damit will ich jetzt Niemanden provozieren, also nicht falsch auffassen.