Brigitte, Teil 1
Sie war unsere jüngste Bewohnerin.
Mit ihren 63 hatte sie sich freiwillig dazu entschieden, zu uns zu kommen. Sie hatte sonst niemanden ausser ihrer Schwester.
Ich war sehr gern bei ihr, denn man konnte sich so herrlich normal mit ihr unterhalten.
Es ging ihr nicht gut, als sie bei uns ankam und wir taten unser Bestes, sie zu mobilisieren. Sie konnte kaum Stehen, geschweige denn Gehen.
Als sie bei uns war und merkte, dass sie gut versorgt wurde, kam der Ehrgeiz bei ihr auf. Sie wollte mobil werden.
Es war das Jahr der Bundesgartenschau in Stuttgart, als unser heim mit Bewohnern einen Ausflug dorthin machte. Brigitte war mit dabei und begeistert von den motorisierten Rollstühlen. So einen wollte sie auch haben und setzte alle hebel in Bewegung, einen zu bekommen! Als sie einen hatte, änderte sich ihr Leben. Sie wurde selbständiger und unabhängiger.
Wir mussten ihr morgens nur noch kurz beim Waschen helfen, alles andere machte sie selbst. Nach dem Frühstück fuhr sie davon und kam erst zum Mittagessen wieder um danach wieder zu verschwinden und ab und zu das Abendessen zu verpassen.
…to be continued…
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Am 5. Juli 2008 | 13:03 Uhr
Ich denke, manche alten Leute haben sich selber aufgegeben, zumal wenn sie merken, daß sie krank und hilflos sind…
Und wenn sie merken, daß nicht alle gegen sie sind und es Möglichkeiten gibt, können sie ungeahnte Kräfte mobilisieren.
Am 6. Juli 2008 | 17:04 Uhr
es war erstaunlich, wie schnell und ehrgeizig sie auf die beine kam und es so sehr genoss!